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Montag, 4. Februar 2013

#242 Haltestelle am Mainufer - Neue Fahrpläne

Stefanie Grohs '' SIGHTSEEING ''
Liebe Freunde und Kunstinteressierte, An der „Haltestelle am Mainufer" hat ein neuer „Fahrplanwechsel“ stattgefunden. Seit Anfang Februar sind die Collagen der Frankfurter Künstlerin Stefanie Grohs zu sehen. In der aktuellen Ausstellung lädt die Künstlerin zu einer Busreise durch Europa ein. Durch die Gardinenfenster eines altmodischen Sightseeing-Busses öffnen sich Ausblicke auf reale Bauwerke und Landschaften. Scheinbar blickt man aus dem Fenster auf die üblichen Postkartenmotive. Bei genauerem Hinsehen findet der Betrachter jedoch surreale Elemente, die geschickt in die Panoramen eingefügt wurden. Stefanie Grohs entführt uns so in phantastische Welten und lädt zum Verweilen und Erkunden ein. Die im analogen Arbeitsprozess mit Schere und Klebstoff entstandenen Collagen sind voller Ironie, aber auch durch eine hintersinnige Ernsthaftigkeit gekennzeichnet. Grohs fixiert im Spiel mit Linien, verschobenen Größenverhältnissen und durchdachter Anordnung der Dinge Momente aus zeitlosen Themenfeldern, die dem Alltag eines Menschenlebens entspringen. Stefanie Grohs (*1974) lebt und arbeitet als freie Künstlerin und Lehrerin in Frankfurt am Main. Seit 2007 befasst sie sich mit dem Medium Collage, das sie ausschließlich manuell ausführt. Häufig bilden alte Postkarten und auch Fotografien die Grundlage für ihre handgemachten, teils surrealen und teils auch komischen Collagen. Es lohnt sich einen Ausflug an unser schönes Mainufer zu machen. Die "Haltestelle" befindet sich unterhalb des Schlosses am "Perth Inch" Für die Installation wurden Ausdrucke benutzt, die Originale sind natürlich besserer Qualität. Wer Interesse hat betrachte sich bitte Stefanie Grohs´ Internetseite: www.stefaniegrohs.de

Freitag, 8. April 2011

#118 Zu sehen im EI am Dalberg !!!!!!

Die Collagen von Stefanie Grohs

Vergilbte Schwarzweiß-Postkarten aus Kitzbühel oder Bad Gastein, Abbildungen von Küchengeräten aus den 50er Jahren, einsamen Sitzmöbeln, altmodisch gekleideten Damen mit Persil-Lächeln: Diese betagten Materialien bilden die Arbeitsgrundlage für die Collagen der Künstlerin Stefanie Grohs.

Dem Arbeitsmaterial entsprechend ist auch der Arbeitsprozess eher antiquiert: Grohs verzichtet auf digitale Hilfsmittel; analog sind Schere, Messer und Instrumente der Feinchirurgie ihr Handwerksmaterial.

Im wirren Durcheinander von gestrigen Gegenständen und altmodisch gekleideten Figuren präsentiert Grohs zeitlose Themenfelder: Das Bergpanorama vermittelt einen Hauch von Einsamkeit oder Trauer, verschobene Größenverhältnisse und aus dem eigentlichen Zusammenhang verrückte Gegenstände stellen die Realität in Frage, Beziehung und Beziehungslosigkeit werden sichtbar. Die Künstlerin fixiert diese Momente und entzieht dabei den abgebildeten Dingen ihre dauerhaften Eigenschaften. Eine wichtige Bedeutung gewinnt der handelnde Umgang zwischen Objekt und Umgebung, der im neuen Kontext der Collage entsteht.