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Samstag, 14. September 2019

#564 - Das Kornhäuschen ruft - Ausstellung & Lesung mit Ina Bruchlos

In der Bar zum Krokodil   Ausstellung & Lesung mit Ina Bruchlos Samstag, 21. September, um 17:00 Uhr  21. - 26. 9. 2019 Das Kornhäuschen freut sich auf die Lesung und Ausstellung der in Hamburg lebenden Künstlerin und Schriftstellerin Ina Bruchlos. In der Kunsthalle Hamburg gehört Ina Bruchlos mit zum Aufsichtspersonal. Als Künstlerin und Schriftstellerin zitiert sie Kunstwerke, die in der Kunsthalle ausgestellt werden, wie Bilder von Caspar David Friedrich, Ernst Ludwig Kirchner oder Christian Schad. 2010 fand eine Lesung ihrer Werke in der Hamburger Kunsthalle statt, 2002 erhielt sie den Förderpreis der Stadt Hamburg für Literatur. In der Mathilde Bar Ottensen in Hamburg ist sie regelmäßig zu Gast in der Hessen- und der FC St. Pauli-Lesung.    „Ich sagte: „Christian Schad wollte einmal meine Mutter malen.“ Manchmal fielen aus mir die Worte wie Erbsen. Ich dachte sofort, dass es falsch war, jetzt die Sache mit Schad und meiner Mutter ins Spiel zu bringen, zumal es keine Sache war, kein Ding. Der Schad hatte keine nähere Beziehung zu meiner Mutter, sie waren noch nicht einmal befreundet, und meine Mutter sowieso viel zu jung war für den damals schon sehr alten Schad und das einzig besondere die Tatsache war, dass der Schad eine Weile in Aschaffenburg gelebt hatte, dem Ort aus dem wir alle kamen - Kirchner, Schad, meine Familie und ich. Die Bezeichnung des jeweiligen Arbeitsbereiches unterlag ebenfalls einer sehr alten Regelung, zumindest alt genug, um Schad zu bewachen und Dix zu sein, was eigentlich keinen Sinn ergab. Aber im Sockel hing auch schon länger kein Warhol mehr und auch die 60er waren nicht das, was sie behaupteten zu sein. Sie waren es irgendwann einmal und deshalb hießen die Aufsichten noch heute so, weil ihr Platz so hieß, egal, was da gerade hing. Die Künstler bezeichneten unsere Positionen, und die Positionen bezeichneten uns. Manchmal waren wir Namen, manchmal ganze Epochen und so hatten wir zeitweise so schillernde Bezeichnungen wie Rubens oder Rembrandt und hießen an anderen Tagen einfach nur Fluxus oder 19. Jahrhundert. Ich fragte Beckmann, welche Pause sie habe. Auch in Geschlechtsfragen waren wir durchaus inkonsequent. Sie hatte die erste. Dabei wusste ich, dass Rena die frühen Pausen nicht mochte, aber an ihrem Gesicht war nicht abzulesen, was sie davon hielt. Wir gingen ein Stück zusammen den Gang entlang, vorbei an Nolde und Barlach. Kirchner kam wie ich aus Franken. Ich sagte: Kirchner und ich, wir kommen vom gleichen Ort. Aber Rena war in Gedanken und blickte nur auf den Fußboden, der unter uns knarzte wie ein riesiger hölzerner Zopf. (Ina Bruchlos, Textauszug „Christian Schad“ 2019)   Ina Bruchlos (*1966 Aschaffenburg) studierte Germanistik an der J.W.Goethe Universität Frankfurt am Main und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, an der Academie van Beeldende Kunsten in Rotterdam und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg, dem Publikumspreis beim Erscheinen des Hamburger Ziegels und dem Astroarliteraturpreis. Kornhäuschen Webergasse am Schloss 63739 Aschaffenburg www.kornhaeuschen.de  

Donnerstag, 13. September 2018

#546 - Die Liebe zu Pferden im Kornhäuschen

Die Liebe zu Pferden Ina Bruchlos Lesung & Ausstellung Eröffnung: Samstag, 22. September um 17 Uhr 22.9. - 20.10.2018 Seit zehn Jahren zeigt die Künstlerin und Schriftstellerin Ina Bruchlos einmal jährlich neue Bilder im Kornhäuschen und liest aus ihren Kurzgeschichten. Wir freuen uns, sie auch in diesem Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Textauszug „Adi von der Müllhalde“, Ina Bruchlos, 2018: Der Supermarkt, der sich erst später ansiedelte nannte sich in-markt und das Modegeschäft Mode-Meyer, Namen, gemacht für Metropolen. Die Waldstraße hieß Waldstraße, weil sie in den Wald führte und die Alte Waldstraße hieß Alte Waldstraße, weil sie älter war und auch in den Wald führte, nur eben länger schon. Die Kirchstraße hieß Kirchstraße, weil sie neben der Kirche lag und die Hauptstraße, Hauptstraße, weil sich dort die Tankstelle, der Bäcker, der Metzger und die Praxis meines Vaters niedergelassen hatten. An dieser Straße konnte der Odenwälder überleben. Er konnte Brötchen essen und tanken. Er konnte krank sein oder den einzigen Bus abpassen, der ihn nach Darmstadt fuhr, wenn er meinem Vater misstraute. Aber das taten Kleinstädter eigentlich nicht. Das Vertrauen in ihren Arzt war unerschütterlich. Ich mochte die Straßennamen, die einfach nur beschrieben, was sie waren, anders als die Straßennamen, die sich die Namen von Philosophen liehen, um sozial benachteiligte Stadtteile zu benennen und sie damit noch mehr zu ächten, weil die Leute neben der Frage, warum sie benachteiligt wurden, auch nicht mehr verstanden, wo sie wohnten. Sie wussten nicht wo sie wohnten und konnten es auch nicht aussprechen. Von Descartes hatte noch keiner was gehört. Ina Bruchlos (*1966 Aschaffenburg) lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Germanistik an der J.W.Goethe Universität Frankfurt am Main und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, an der Academie van Beeldende Kunsten Rotterdam und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg, dem Publikumspreis beim Erscheinen des Hamburger Ziegels und dem Astroartliteraturpreis. Kornhäuschen Webergasse am Schloss 63739 Aschaffenburg

Donnerstag, 5. Oktober 2017

#562 - Erbsenzähler im Kornhäuschen Aschaffenburg - Lesung

Erbsenzähler Das Kornhäuschen freut sich auf die Lesung und Ausstellung von der in Hamburg lebenden Künstlerin und Schriftstellerin Ina Bruchlos. Du hast keinen Mann. Du hast kein Handy. Was stimmt nicht mit Dir? Ein Satz wie ein Stein. Seine Schlussfolgerung ist im Grunde absolut unverschämt. Trotzdem muss ich grinsen. Natürlich stimmt etwas nicht mit mir, nur ist er nicht der Typ, der das beurteilen könnte. Ich grinse über diese Fassungslosigkeit. Dass ich es geschafft habe, jemanden in diesen Zustand zu versetzen. Ich kann mehr als die Kunst kann, denke ich, die eben nicht im Auge des Betrachters liegt, Wolfgangs Augen, die Augen, die nicht die Kunst, die nur mich sehen. Kann Kunst heute noch provozieren? Nein, brüllen die Kinder und hängen bis zu den Ellbogen in Strohpuppen. Aber ich kann das. Mit meinem bloßen Sein. Das ist schon einigermaßen komisch. (Aus der Erzählung: Neben mir, 2017) Ina Bruchlos (*1966 Aschaffenburg) studierte Germanistik an der J.W.Goethe Universität Frankfurt am Main und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, an der Academie van Beeldende Kunsten Rotterdam und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg, dem Publikumspreis beim Erscheinen des Hamburger Ziegels und dem AstroArt-Literaturpreis. Veröffentlichungen: Freier Fall, Anthologie Verlag / Der Schuß im Kopf des Architekten, Avedition- Verlag / Städteverbindung Frankfurt-Hamburg, Material-Verlag HfbK Hamburg / Nennt mich nicht Polke, Nachttischverlag / Mittwochkartoffeln, Nachttischverlag / Der Kampf der Mähdrescher, Minimal Trash Art / Alte Bekannte, Minimal Trash Art. Diverse Einzel- und Sammelausstellungen. Ina Bruchlos lebt und arbeitet in Hamburg. Kornhäuschen Webergasse am Schloss 63739 Aschaffenburg www.kornhaeuschen.de info@kornhaeuschen.de

Dienstag, 26. Juli 2016

#510 - QUEENSLAND - Lesung und Ausstellung mit Ina Bruchlos Samstag, 30. Juli 2016 um 17:00Uhr

Kornhäuschen freut sich auf die Ausstellung und Lesung von der in Hamburg lebenden Künstlerin und Schriftstellerin Ina Bruchlos. „Selbst meine Eltern hörten Musik. Sie hörten andere Musik, als wir, aber sie taten es. Ich war froh, dass sie etwas anderes hörten. Ich wollte nicht, dass sie das gleiche hörten wie wir, das hätte sie nur gleicher gemacht und ich wollte nicht, dass meine Eltern gleicher wurden. Sie waren anders und führten ein anderes Leben. Mit der gleichen Musik hätte ich den Eindruck gehabt, das Leben meiner Eltern nachleben zu müssen. Aber ich wollte ein eigenes Leben. Ich wollte nicht in A leben und nach Klein-A ziehen. Ich wollte nach F und nahm die John Denverplatte meines Bruders auf Kassette auf. Life is life“ (Heroes, 2016) Ina Bruchlos (*1966 Aschaffenburg) studierte Germanistik an der J.W.Goethe Universität Frankfurt am Main und Kunst an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, an der Academie van Beeldende Kunsten Rotterdam und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg, dem Publikumspreis zum Erscheinung des Hamburger Ziegels und dem AstroArt-Literaturpreis. Veröffentlichungen: Freier Fall, Anthologie, Der Schuß im Kopf des Architekten, Avedition-Verlag (2000), Städteverbindung Frankfurt-Hamburg, Material-Verlag HfbK Hamburg (2002), Nennt mich nicht Polke, Nachttischverlag (2005), Mittwochkartoffeln, Nachttischverlag (2006), Der Kampf der Mähdrescher, Minimal Trash Art (2008), Alte Bekannte, Minimal Trash Art (2011). Diverse Einzel- und Sammelausstellungen. Ina Bruchlos lebt und arbeitet in Hamburg. Kornhäuschen Webergasse am Schloss 63739 Aschaffenburg

Mittwoch, 24. September 2014

#393 Casper David und Friedrich im Kornhäuschen - 27.9 um 17 Uhr

Caspar, David und Friedrich Ausstellung und Lesung mit Ina Bruchlos Eröffnung: Samstag, 27. September um 17:00 27. September - 02. November 2014 Das Kornhäuschen freut sich auf die Lesung und Ausstellung von der in Hamburg lebenden Künstlerin und Schriftstellerin Ina Bruchlos. (Textauszug: Das asiatische Auge, 2014) „Ich stand am Hauseingang Brooktorkai 9 und klingelte bei zwei befreundeten Künstlern, um ihnen zwei Zeichnungen zurückzugeben. „Komm ruhig vorbei“, sagte Kim am Telefon, eigentlich sagte sie vobei und uhig, ist es eine Lüge, dass Asiaten das r zum l machen. Sie lassen es einfach weg. Durch all meine Comic-Kenntnisse jahrelang rassistisch geprägt, würde ich es sofort verstehen, wenn sie Leis essen, sie essen aber Eis, was sie natürlich nicht tun und ich nach Italienern frage, die sich als Thailänder entpuppen. „Du isst Eis beim Thailänder?“ frage ich ungläubig, nein sie essen Eis. Supel. Sie erzählen von Freunden, die Tote backen, was ich unheimlich finde und nicht Tolte, was ich verstanden und mich auch nicht weiter geängstigt hätte.“ Ina Bruchlos (*1966 Aschaffenburg) lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Germanistik an der J.W.Goethe Universität Frankfurt am Main und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, an der academie van beeldende kunsten Rotterdam und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg, dem Publikumspreis beim Erscheinen des Hamburger Ziegels und dem Astroarliteraturpreis. Kornhäuschen Webergasse am Schloss 63739 Aschaffenburg

Dienstag, 24. September 2013

#301 The Queen and I - Lesung und Ausstellung mit Ina Bruchlos

The Queen and I Lesung und Ausstellung mit Ina Bruchlos Samstag, 28. September, um 17:00 Uhr Das Kornhäuschen freut sich auf die Lesung und Ausstellung von der in Hamburg lebenden Künstlerin und Schriftstellerin Ina Bruchlos „Manchmal denke ich darüber nach, was ich als Kind hatte werden wollen. Eigentlich denke ich darüber nach, warum ich darüber nachdenke. Schließlich ist es meist uninteressant, was Kinder werden wollen, was nicht daran liegt, dass Kinder uninteressante Ideen haben, was ihre Zukunft betrifft. Sie kennen nur einfach nicht viele Berufe. Ihre Welt ist kleiner und außerdem auch verrückter. Sie lernen mit vier, dass es singende Katzen, fliegende Kindermädchen und sprechende Rehe gibt und mit zwölf, dass alles gelogen war. Mühselig versuchen sie die echten von den falschen Berufen zu unterscheiden, streben zunächst die Laufbahn eines Zauberers an, um später feststellen zu müssen, dass es diesen Beruf nie gegeben hat und sie sich stattdessen mit weniger klangvollen Karrieren zufrieden geben müssen, Namen, die sie nie gehört haben und deshalb auch nicht über ihre kleinen Lippen kämen. Wenn ich groß bin werde ich Systembetreuer, würden sie nie sagen….“ (Textauszug: Die Kunst der Toten, 2013) Ina Bruchlos hat sich nicht nur mit ihrer Malerei, sondern vor allem mit ihren Kurzgeschichten einen Namen gemacht. Die Ausstellung im Kornhäuschen zeigt Gemälde und Zeichnungen, an der Eröffnung findet eine Lesung der Künstlerin statt. Ina Bruchlos (*1966 Aschaffenburg) lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Germanistik an der J.W.Goethe Universität Frankfurt am Main und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, an der academie van beeldende kunsten Rotterdam (Erasmusstipendium) und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg, dem Publikumspreis zum Erscheinen des Hamburger Ziegels und dem Astroarliteraturpreis. Veröffentlichungen: Freier Fall, Anthologie, Der Schuss im Kopf des Architekten, avedition-Verlag (2000), Städteverbindung Frankfurt-Hamburg, material-verlag HfbK Hamburg (2002), Nennt mich nicht Polke, Nachttischbuchverlag (2005), Mittwochskartoffeln, Nachttischbuchverlag (2006), Der Kampf der Mähdrescher (2008), Alte Bekannte, minimaltrashart (2011). Ausstellungen (u.a.): Die Zeitmaschine - oder früher war auch nicht alles gut, westwerk Hamburg / Auswärtsspiel, osmothik e.fau Aschaffenburg / Ins Licht gerückt 3, NKV Aschaffenburg / Vom Leben auf der Überholspur, Einstellungsraum Hamburg / Modern life is rubbish, Taubenstraße Hamburg / Grüsse aus Hamburg, Galerie Rohs, Düren / Erinnerte Bilder, Gallery 33 Berlin Lesungen: Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet, Literaturforum Frankfurt / Transit 12, Schilleroper Hamburg / Poeten im Park, Literaturaltonale Hamburg / date the Museum Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg / Nennt mich nicht Polke, Kunsthalle Hamburg / Die Katze von Tracey Emin, Hamburger Kunsthalle / anderseits-literaturfestival Haus 73, Hamburg / Lesung Theater Kontraste, Winterhuder Fährhaus, Moderation Julia Westlake / Lesung mit Gordon Roesnik, Literaturcafé Mathilde, Hamburg / Lesung Buchhandlung Diekmann, Aschaffenburg / Veranstaltung „Gangarten“, Einstellungsraum, Hamburg / Bild vs. Literatur, Stadtgalerie Lauenburg / Alte Bekannte, Lesung Stadtbücherei Offenbach / Alte Bekannte, Lesung Buchhandlung „Lesekatze“, Schöllkrippen / Könnte von mir sein, Kornhäuschen, Aschaffenburg / Jetzt machen wir die Witze, Gemeinschaftsausstellung und Lesung im Museum für verwandte Kunst, Köln Kornhäuschen Webergasse am Schloss 63739 Aschaffenburg www.kornhaeuschen.de info@kornhaeuschen.de